Dampflokomobile/Döschdamper und Dreschkasten

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Aktuelle Sonderausstellungen

„Mist – gar nicht so übel“ – ab 11.10.2026

Die Notwendigkeit, Nahrungsmittel vor Schaderregern zu schützen, reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück. Die Art und Weise des Pflanzenschutzes unterliegt jedoch einem ständigen Wandel.

Was vor 3000 Jahren mit Schlamm, Stroh und Asche begann, steht dem Landwirt heute in einer Vielfalt von mineralischen und organischen Düngern zur Verfügung.

Die Bandbreite der eingesetzten Dünge- und Pflanzenschutzmittel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten bis heute dabei ebenso stark geändert wie die Methoden.

„Viel hilft viel“ ist aus ökonomischen wie ökologischen Gründen und infolge technischer Innovation weitestgehend dem gezielten, auf Ackerboden und Pflanze abgestimmten Einsatz gewichen.

Die Sonderausstellung nimmt dieses komplexe Thema, das immer wieder kontrovers diskutiert wird, unter die Lupe und zeigt die Entwicklung der Düngetechnik und des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln sowohl in der konventionellen als auch in der biologischen Landwirtschaft.

„Eigenbau und Eigenartiges“ –
Kurioses in der Landwirtschaft

Schon immer gab es findige Landwirte, die sich mit handwerklichem Geschick und Einfallsreichtum zu helfen wussten. Gelegentlich entstanden durch diese Eigenbauten sogar Gerätschaften, die von Landmaschinenherstellern weiterentwickelt und zur Marktreife gebracht wurden.

Viele dieser Konstruktionen wurden der Aufgabe oder dem Markt jedoch nicht gerecht: Zu kompliziert in der Bedienung, zu anfällig in der Technik oder schlicht zu teuer in der Anschaffung kam so manche Maschine nicht über eine Kleinserienfertigung hinaus und blieb buchstäblich ein „Unikum“.

In der Sonderausstellung zeigt das Schleswig-Holsteinische Landwirtschaftsmuseum – unterstützt durch private Landmaschinensammler – eine Zusammenstellung an verschiedenen Fahrzeugen und Geräten „Marke Eigenbau“ sowie kurios anmutende Maschinen, deren Funktionsweise sich auf den ersten Blick nicht unbedingt sofort erschließt oder deren Einsatz aus heutiger Sicht die Berufsgenossenschaft regelrecht in Schnappatmung versetzen würde.

Ob Ruhrstahl Geräteträger, elektrischer Mistkran mit Adler-Winden oder Hackteufel: Staunen, Wundern, Kopfschütteln garantiert!

Unsere Dauerausstellung

Mit Einführung der Dampflokomobile und des Verbrennungsmotors gab es eine Revolution in der Landwirtschaft: Ein Bauer konnte nun ein Vielfaches der bisherigen Fläche in kürzerer Zeit bewirtschaften. Zugtiere wie Rind oder Pferd und auch menschliche Muskelkraft verloren mit zunehmendem Maschineneinsatz in der Landarbeit somit nach und nach an Bedeutung.

Unsere Dauerausstellung zeigt den Strukturwandel in der Landwirtschaft vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis hin zur sogenannten modernen Landwirtschaft am Beispiel von Arbeitsgeräten und Landhandwerk sowie den technischen Wandel, mit einem Schwerpunkt auf Traktoren und Dreschmaschinen der 1930er bis 1970er Jahre.

Dithmarscher Bauernhaus

Das über 300 Jahre alte Dithmarscher Bauernhaus aus Osterrade wurde 1907 an seinen heutigen Standort versetzt und ist damit das zweitälteste erhaltene Freilichtmuseum Deutschlands.

Im Haus erfahren die Besucher, wie das Leben einer Bauernfamilie um 1850 aussah, als Mensch, Tier und Ernte noch unter einem Dach untergebracht waren.

Übrigens: Im Dithmarscher Landesmuseum könnt ihr auch in den Frühlings- und Sommermonaten heiraten!

Bitte beachten: Ab dem 28.08.2026 ist unser Dithmarscher Bauernhaus aufgrund von Reetdacharbeiten
bis zu seiner Winter-Schließung am 04.10.2026 für Besucher nicht zugänglich.

Gerda-Nissen-Rosengarten

Zwischen Museumsgebäude und Dithmarscher Bauernhaus liegt der Gerda-Nissen-Rosengarten.
Hier betören 50 historische Fundrosen aus Schleswig-Holstein mit ihrer Pracht und ihrem Duft – vor allem während der Blütezeit von Ende Mai bis Ende Juni.

Die Rosenliebhaberin Gerda Nissen sammelte ab Mitte der 1970er Jahre die alten Rosensorten, die sie in Bauerngärten, auf Friedhöfen oder Knicks wiederentdeckte.

Die reiche Sammlung zieht Garten- und Rosenfans aus aller Welt an, nicht nur in der Blütezeit; denn auch im Herbst ist dieser besondere Garten mit den verschiedenen Hagebutten an den Sträuchern eine Pracht.