Dampflokomobile/Döschdamper und Dreschkasten

Ausstellungen

Die Dauerausstellung

 

Mit Einführung der Dampflokomobile und des Verbrennungsmotors gab es eine Revolution in der Landwirtschaft: Ein Bauer konnte nun ein Vielfaches der bisherigen Fläche in kürzerer Zeit bewirtschaften. Zugtiere wie Rind oder Pferd und auch menschliche Muskelkraft verloren mit zunehmendem Maschineneinsatz in der Landarbeit somit nach und nach an Bedeutung.

Unsere Dauerausstellung zeigt den Strukturwandel in der Landwirtschaft vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis hin zur sogenannten modernen Landwirtschaft am Beispiel von Arbeitsgeräten und Landhandwerk sowie den technischen Wandel, mit einem Schwerpunkt auf Traktoren und Dreschmaschinen der 1930er bis 1970er Jahre.

Das Dithmarscher Bauernhaus von außen

Das Dithmarscher Bauernhaus

 

Das über 300 Jahre alte Bauernhaus wurde 1907 von Osterrade, ca. 20 km von Meldorf entfernt in der Geest, an den heutigen Standort versetzt. Damit ist es das zweitälteste erhaltene Freilichtmuseum Deutschlands.

Im Haus erfahren die Besuchenden, wie das Leben einer Bauernfamilie um 1850 aussah. Hier waren Mensch, Tier und Ernte unter einem Dach untergebracht: das Vieh in den Stallungen rechts und links der großen Diele, die Ernte auf dem Dachboden, und die Menschen im sogenannten Kammerfach im Anschluss an die Diele.

Hinter dem Bauernhaus befindet sich ein Bauerngarten, der im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder anders schön ist.

Das Dithmarscher Bauernhaus hat von Anfang April bis Anfang Oktober geöffnet.

Übrigens: Im Dithmarscher Bauernhaus könnt ihr auch heiraten.

Der Gerda-Nissen-Rosengarten in voller Pracht und Blüte

Der Gerda-Nissen-Rosengarten

 

Zwischen Museumsgebäude und Dithmarscher Bauernhaus liegt der Gerda-Nissen-Rosengarten. Hier werden mehr als 50 historische Fundrosen ausschließlich aus Schleswig-Holstein gehegt und gepflegt. Gerda Nissen sammelte die alten Rosensorten ab Mitte der 1970er Jahre in Bauerngärten, auf Friedhöfen oder Knicks.

Die reiche Sammlung gedeiht in einem eigens angelegten Garten und zieht Garten- und Rosenfans aus aller Welt an, nicht nur wenn von Ende Mai bis Mitte Juli die Rosen blühen und duften; denn auch im Herbst ist dieser besondere Garten eine Pracht mit den verschiedenen Hagebutten an den Sträuchern.

Sonderausstellung Süßes aus der Erde

Süßes aus der Erde. Zuckerrübenanbau und die

Zuckerrübenfabrik St. Michaelisdonn

21. Oktober 2023 – 31. März 2024

Noch vor dem Kohl war es die Zuckerrübe, die auf dem fruchtbaren Marschboden gedieh und eine agrarindustrielle Revolution in Gang setzte: Ab 1869 begann in Dithmarschen die schleswig-holsteinische Rübenzuckerproduktion. Zucker wurde zuvor ausschließlich aus dem Zuckerrohr der Kolonien gewonnen und war bis dahin Importware und ein Luxusgut.

Innerhalb weniger Jahre entstand eine bis 1914 weltbeherrschende deutsche Rübenzuckerindustrie.
Rübenzucker wurde zeitweise der wichtigste Exportartikel des Deutschen Reiches.

Zuckerrübenanbau und Zuckerproduktion prägten die Region für viele Jahre. Die 1880 gegründete und bis 1995 betriebene Zuckerfabrik in St. Michaelisdonn hatte eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, war Arbeitgeber für viel Donner Familien und machte den Ort weit über die Kreisgrenzen bekannt. In den besten Jahren wurden mehr als 700.000 t Zuckerrüben jährlich verarbeitet. Dies geschah in der sogenannten „Kampagne“ von September bis Dezember.

Noch heute erinnern sich die Dithmarscher an den süßen Duft, der in der Produktionszeit bis weit ins Umland strömte. Die Sonderausstellung zeichnet die Entwicklung des Rübenanbaus für die hiesige Landwirtschaft nach, zeigt Maschinen und Geräte für Anbau, Pflege und Ernte, geht auf die ein und gibt auf vielfältige Weise Einblicke in die Zuckerfabrik Süderdithmarschen.

Unser Tipp:

Sie möchten die Sonderausstellung nicht alleine erkunden? Am 23.03. erfahren Sie in einer öffentlichen Führung Wissenswertes zum Zuckerrübenanbau und den Rübenkampagnen sowie Interessantes und Anekdoten zur Zuckerfabrik Süderdithmarschen von Ausstellungskurator Lutz Christiansen.

Die Führung startet um 15:30 Uhr. Es gilt der reguläre Museumseintritt.